{"id":1964,"date":"2017-02-19T19:57:57","date_gmt":"2017-02-19T19:57:57","guid":{"rendered":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/?p=1964"},"modified":"2023-11-12T18:17:02","modified_gmt":"2023-11-12T18:17:02","slug":"transatlas-von-marrakech-nach-ouarzazate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/?p=1964","title":{"rendered":"TransAtlas &#8211; Mit dem Fahrrad von Marrakech nach Zagora"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p>19.02.2017<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen f\u00fcr die TransAtlas Tour sind beinah abgeschlossen. In einer Woche geht es endlich los. Das Rad ist verpackt und der Flug nach Marrakech gebucht.<\/p>\n<p>25.02.2017<\/p>\n<p>Tom m\u00fcsste eigentlich bereits in Marrakesh eingetroffen sein. Leider habe ich noch keine Best\u00e4tigung erhalten, dass er abgekommen ist. Die Kommunikationsverbindung ist vermutlich etwas schwierig. Auf jeden Fall bin ich abflugbereit in Basel und warte auf die Gep\u00e4ckabfertigung. Lieber zu fr\u00fch als zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Vor dem Flug fahre ich nochmals ins Zentrum von Basel um mich am Streetfootfestival mit marokkanischem Tee einzustimmen. Beinahe verpasse ich den Flug und bin erst 5 Minuten vor Schluss der Boardingtime am Gate. Zum Gl\u00fcck ist dies hier ein kleiner Flughafen mit kurzen Distanzen.<br \/>\nIm Flugzeug treffe ich auf eine Bekannte aus einer SAC H\u00fctte im Wallis welche zwei Wochen in die Sahara auf W\u00fcstentour unterwegs ist. Der Flug verl\u00e4uft planm\u00e4ssig so das swir p\u00fcnktlich in Marrakesh landen. Ein Sprichwort sagt: In Europa haben wir&nbsp;Uhren in Afrika Zeit. So vergeht eine Stunde bis ich bei der Zollkontrolle durch bin und mein Gep\u00e4ck und Velo in Empfang nehmen kann. Bis auf ein verbogenes Schutzblech ist alles ganz geblieben. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter ist das Rad zusammengeschraubt, das Gep\u00e4ck montiert und der Karton bis Ende Woche beim freundlichen Parkpersonal deponiert.<\/p>\n<p>Das Abenteuer kann losgehen.<\/p>\n<p>Ich traue meinen Augen nicht; die Marrokaner haben Radstreifen so breit wie bei uns Fahrbahnen&nbsp;und die Verkehrsteilnehmer fahren sehr r\u00fccksichtsvoller als in Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Trotz Navi habe ich M\u00fche das Hotel zu finden in den Engen Gassen der Medina von Marrakesh. Als mir ein freundlicher J\u00fcngling mit dem Fahrrad voraus f\u00e4hrt, ruft mir an der n\u00e4chsten Verzweigung mein Bruder zu, welcher zwei Stunden auf mich wartete . Die Freude ist gross. Ohne Hilfe h\u00e4tte ich das Hotel nie gefunden. Nach einem Tee im Hotel geht es direkt zum Essen auf den Djemaa el Fna. In den Gark\u00fcchen lassen wir uns mit marokkanischen K\u00f6stlichkeiten ein erstes Mal verw\u00f6hnen.<\/p>\n<p>26.02.2017<\/p>\n<p>In unserem Riad ist es so still und dunkel , dass wir erst gegen neun Uhr aufwachen. H\u00f6chste Zeit um&nbsp;aufzubrechen. Schnell ist alles verstaut und Tom&#8217;s Fahrrad zusammengeschraubt, gefr\u00fchst\u00fcckt und ab geht es auf die Strasse. Wieder brauchen wir zu lange um aus der Stadt heraus zu finden doch dann kommen wir gut voran. Bei der Mittagsrast w\u00e4hrend dem Genuss einer Tajine wird endlich die Daten SIM-Karte aktiviert um wieder mit der grossen weiten Welt verbunden zu sein.<\/p>\n<p>Von nun an steigt die Strasse kontinuierlich an&nbsp;Richtung Atlas Gebirge.<\/p>\n<p>Es ist fast aussichtslos einen geeigneten Platz zum Zelten zu finden. Jeder nur so kleine Fleck Land wird von den Berbern kultiviert. Kurz vor Sonnenaufgang entschliessen wir uns darum ein Hotelzimmer zu beziehen doch&nbsp;das erste Hotel ist geschlossen. Uns wird aber versichert, dass ein Weiteres nach drei Kilometer folgen wird. Aber auch dieses beherbergt keine G\u00e4ste mehr.<\/p>\n<p>Der W\u00e4chter, ein freundlicher Berber, welcher als W\u00e4chter f\u00fcr das Grundst\u00fcck angestellt ist erlaubt uns jedoch vor dem Hotel das Zelt aufschlagen zu d\u00fcrfen. Er versorgt uns sofort mit Tee, Brot und frisch gepresstem Oliven\u00f6l.<\/p>\n<p>Zum Z&#8217;Nacht gibt es eine feine B\u00fcndner Gerstensuppe aus dem P\u00e4ckli.<\/p>\n<p>Kurz nach dem Eindunkeln&nbsp;begeben wir uns, m\u00fcde vom ersten Tag, in den Schlafsack, denn es wird langsam k\u00fchl&nbsp;hier in den Bergen auf 1400 m.\u00fc.M.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_7994.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2003\" src=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_7994.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_7994.jpg 374w, https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_7994-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><\/p>\n<p>27.02.2017<\/p>\n<p>Der Muhezin weckt mich vor 6.00 Uhr. Definitiv zu fr\u00fch um den warmen Schlafsack zu verlassen. Tom schnarcht auch noch neben mir im Zelt. Offenbar hat er die halbe Nacht gefroren und der L\u00e4rm der Strasse liess ihn nicht einschlafen.<\/p>\n<p>Gegen neun erw\u00e4rmt die Sonne unser Zelt und unser Gastgeber versorgt uns mit einem Fr\u00fchst\u00fcck aus Tee, Brot und Oliven\u00f6l und Pain au Chocolat.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt fahren wir los entlang von Gebirgsb\u00e4chen mit den Viertausendern des Atlas im Hintergrund vorbei an bl\u00fchenden Mandelb\u00e4umen zuerst immer wieder auf und ab, dann stetig aufw\u00e4rts. Ungef\u00e4hr einen Kilometer vor der Passh\u00f6he beklagt sich mein Bruder \u00fcber ein streifendes Hinterrad. Beim n\u00e4heren hinsehen stellen wir eine gebrochene Hinterradfelge fest. Es ist bereits nach drei Uhr am Nachmittag und wir wollen es unbedingt noch bis Telouet schaffen. Jetzt sind Ideen gefragt. Schleunigst wird das Hinterrad ausgebaut, der Reifen demontiert und die gebrochene Felge mit einem SIM-Kartentr\u00e4ger aus Marokko und Klebeband repariert. Der Schaden scheint behoben zu sein und wir erreichen \u00fcbergl\u00fccklich die Passh\u00f6he.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_8065.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2006 size-full\" src=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_8065.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_8065.jpg 374w, https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/img_8065-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fahrt vom Pass muss Tom allerdings nur mit der Vorderbremse bew\u00e4ltigen. Leider werden auch die Strassen schlagartig schlechter, was die Sache nicht erleichtert. Doch die grandiose Landschaft in der Abendsonne l\u00e4sst den Schaden schnell vergessen und wir schaffen es mit den letzten Sonnenstrahlen nach Telouet und sehen die Kashba in sch\u00f6nstem Abendlicht. Wir wollen auf dem \u00f6rtlichen Camping \u00fcbernachten aber f\u00fcr den kleinen Aufpreis von wenigen Dirham w\u00e4hlen wir doch das Hotelzimmer um endlich wieder warm zu duschen und die Ger\u00e4te zu laden. Allerdings wird aus der warmen Dusche&nbsp;nichts, denn es kommt nur eisig kaltes Wasser. Daf\u00fcr sind wir die einzigen G\u00e4ste im Hotel und bekommen eine sehr feine Tajine aufgetischt. Zus\u00e4tzlich erhalten wir&nbsp;noch ein Livekonzert mit Berbermusik von Hamid aus Mali.<\/p>\n<p>28.02.2017<\/p>\n<p>Nach einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse bei Sonnenschein besichtigen wir die bekannte Kasbah Glaoui mit ausf\u00fchrlichen Erkl\u00e4rungen von Ramon. Anschliessend geht es \u00fcber Schotterpiste durch ein sch\u00f6nes Tal bis nach Ait Ben Haddou zur ber\u00fchmten Filmkulisse der Hollywood Filme &#8222;Gladiator&#8220; und &#8222;Alexander&#8220;. Der Ort ist uns viel zu touristisch. Aus diesem Grund kochen wir uns am Flussufer auf dem Benzikocher ein Risotto und schauen dem Treiben aus der Ferne zu.<\/p>\n<p>Wir haben nun schon einige Vegetationsstufen durchfahren und sind nun in der Steinw\u00fcste Hamada angekommen.<br \/>\nTrotz zunehmendem Verkehr schaffen wir die Strecke bis Ouarzazate innerhalb k\u00fcrzester Zeit und finden die empfohlene Unterkunft &#8222;Dar Rita&#8220; auf Anhieb.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8066.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2009 size-full\" src=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8066.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8066.jpg 374w, https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8066-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><\/p>\n<p>01.03..2017<\/p>\n<p>Wir stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Wir haben nur noch zwei Tage vor uns bis wir zur\u00fcck nach Marrakesh m\u00fcssen. Das Valley Draa w\u00e4re eine Option doch bis dahin ist eine st\u00fcndige Taxifahrt bis nach Agdz n\u00f6tig. Von dort&nbsp;f\u00fchrt eine 120 Km lange Piste durch das Wadi Draa \u0648\u0627\u062f\u064a \u062f\u0631\u0639\u0629 Richtung S\u00fcden bis Zagora wo wir dann einen Transport nach Marrakesh finden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck ist die M\u00fcnze zu gunsten Draa Tal&nbsp;gefallen. Wir finden auf Anhieb ein altes Merzedes Taxi wohlverstanden ausgelegt f\u00fcr max. 5 Personen. Mit ein paar Tricks passen aber gut 7 Personen 2 Fahrr\u00e4der sowie das Gep\u00e4ck aller Fahrg\u00e4ste ins Auto. Der Fahrer gibt sich auch M\u00fche und f\u00e4hrt vorausschauend angepasst so kommen wir ohne gr\u00f6ssere Sch\u00e4den in Agdz an. Nach einem Tee in einem Bazar geht es los. Die ersten vier Kilometer auf einer Nagel neuen Teerstrasse, von da an nur noch Dirt Road. Das Material wird enorm beansprucht und ich fahre meinen ersten Platten an meinem&nbsp;&#8222;Roba&#8220; ein. Kurz darauf erwischt es das Vorderrad von Tom&#8217;s Bike. Er hat zum Gl\u00fcck Dichtmasse im Schlauch welche das Loch oder besser gesagt die L\u00f6cher der selbst wieder dichtet. Bei meinem Rad kommt ein neuer Schlauch rein. Selber Schuld, wenn man die Piste verl\u00e4sst. Einige Pflanzen in der W\u00fcste haben lange&nbsp;Dornen. Das Draa Tal ist bis jetzt das Beste unserer Tour. Maximal alle zwei Stunden ein Fahrzeug und enorm freundliche Bewohner welche uns zu Tee und Fladenbrot einladen und uns dankenderweise mit Wasser versorgen. Es gibt auf der Strecke kaum Einkaufsm\u00f6glichkeiten und eine PET-Flasche bekommt durch die enorme Ersch\u00fctterung ein Leck und das Wasser l\u00e4uft anstatt die Kehle runter auf die Strasse. Da wir diese Nacht wild campieren sind wir auf Wasser angewiesen. Eine B\u00fcndner Gerstensuppe in der W\u00fcste soll es geben nachdem wir in den letzten Tagen immer wieder mit Tajines verk\u00f6stigt wurden.<\/p>\n<p>Morgen erreichen wir hoffentlich ohne weitere Pannen Zagora. Die geflickte Felge von Tom&#8217;s Rad hat nun mehr als hundert Kilometer gehalten, dies auch bei unvorteilhaften Strassenverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>02.03.2017<\/p>\n<p>Es war eine unglaublich ruhige und sternenklare Nacht in der W\u00fcste. Weit weg vom n\u00e4chsten Dorf auf einer Anh\u00f6he mit Blick auf das Draa Tal. Nach einem st\u00e4rkenden Fr\u00fchst\u00fcck bestehend aus Poridge mit N\u00fcssen ging es weiter auf der Steinpiste. Wir brauchen dringend Wasser und entschliessen uns darum auf die Hauptroute zu wechseln. In einem kleinen Dorf finden wir aber dann doch noch einen 5 Liter Kanister mit Trinkwasser. So k\u00f6nnen wir auf der geplanten Route bleiben durch die sch\u00f6nen Oasen mit den unz\u00e4hligen Dattelplantagen. Leider ist die Dattelsaison erst ab August. In einem Dorf ist Markt und wir decken uns mit&nbsp;frischen Orangen und Bananen ein. Energie f\u00fcr die letzten Kilometer auf der Piste. Auf der Strecke \u00fcberholt uns ein alter Mercedes Bus mit Z\u00fcrcher Kontrollschildern. Wie wir erfahren, ein junges Paar aus Z\u00fcrich welches eine mehrw\u00f6chige Tour durch Marokko unternimmt. Wir werden sie in Zagora wieder treffen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8118.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2013\" src=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8118.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8118.jpg 374w, https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/img_8118-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Tal wird zunehmend offener und die Hamada weicht der Sandw\u00fcste, der Rand der Sahara. Ideal f\u00fcr ein paar Fotos in den Sandd\u00fcnen und dann ab auf die Strasse nach Zagora. Wir checken bei Chez Ali ein . Unsere K\u00f6rper haben dringend eine Dusche n\u00f6tig. Nach einem Berberwisky (Marokkanischer Tee) buchen wir die achtst\u00fcndige Busfahrt zur\u00fcck nach Marrakesh f\u00fcr morgen . Weil der Bus bereits um 07:45 Uhr losf\u00e4hrt fallen wir nach der obligaten Tagine und dem Tee m\u00fcde ins Bett.<br \/>\nZusammengefasst hat sich die Reise mehr als gelohnt. Marokko ist definitiv ein Radreiseland. Das Velo ist hier allgegenw\u00e4rtig sei es als Transportmittel oder f\u00fcr den Schulweg der Kinder. Es bietet&nbsp;die ideale Reisegeschwindigkeit und man nimmt das Land mit allen Sinnen wahr. Wir kommen so durch Gebiete welche von den Touristen Bussen kaum&nbsp;erreichbar sind. Der Kontakt zur einheimischen Bev\u00f6lkerung ist sehr offen und einfach.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen die Umwelt auch besser riechen als in einem geschlossenen Fahrzeug.<\/p>\n<p>Marokko riecht in erster Linie nach Gew\u00fcrzen, Weihrauch, offenen Feuern der Brotofen, aber auch nach Zweitaktmotoren, Kamelmist und verbranntem Plastik.<\/p>\n<p>Hier die Statistik unserer Radreise:<\/p>\n<ul>\n<li>334 Km gefahrene Strecke<\/li>\n<li>davon 138 Km auf unbefestigter Strasse<\/li>\n<li>3563&nbsp;H\u00f6henmeter<\/li>\n<li>1 gebrochene Felge<\/li>\n<li>2 Platte Reifen<\/li>\n<li>2 Sonnenbr\u00e4nde<\/li>\n<li>hunderte fr\u00f6hliche und hilfsbereite Menschen<\/li>\n<li>Keine steinewerfende Kinder<\/li>\n<li>Keine kl\u00e4ffenden Hunde<\/li>\n<li>Keine Diebst\u00e4hle<\/li>\n<\/ul>\n<p>03.03.2017<\/p>\n<p>No Problem! Die Fahrr\u00e4der werden einfach im Bus unten verstaut. Der Bus ist bis auf den letzten Platz belegt. Einige Touristen, Einheimische, sp\u00e4ter eine Gruppe Asiaten. Die Koffer der Chinesen werden einfach auf unsere Velos gestaut. No Problem!<\/p>\n<p>Immer wieder h\u00e4lt der Bus f\u00fcr eine WC Pause bei einem Busbahnhof, einer Stadt oder vor einem Restaurant. Einmal reicht es sogar f\u00fcr ein Mittagessen w\u00e4hrend der Pause. Buschauffeur und Koch sind sich einig. No Problem!<\/p>\n<p>Wir sind froh, die Reise gest\u00e4rkt weiter f\u00fchren zu k\u00f6nnen denn sie dauert fast eine Stunde l\u00e4nger als geplant. Einmal mehr haben wir M\u00fche das Hotel in Marrakesh zu finden obwohl wir wieder im selben Riad untergebracht sind. Die Medina ist f\u00fcr uns einfach zu verwinkelt um ohne GPS navigieren zu k\u00f6nnen. Nach einem kurzen Besuch auf der hoteleigenen Dachterasse geht es zu Fuss ins Get\u00fcmmel der Altstadt, durch die verwinkelten Gassen, durch den Souk auf den Djemma el fna wo wir Schafskopf essen, eine Spezialit\u00e4t Marokkos. Es ist Freitag und es ist bedeutend mehr los als noch vor Tagen. Ausser uns sitzen nur Araber an den einfachen Tischen. Das Fleisch schmeckt erstaunlich gut, \u00e4hnlich wie Siedfleisch. Zum Abschluss wie immer noch ein Tee bevor wir durch die leeren Gassen nach Hause navigieren.<\/p>\n<p>04.03.2017<\/p>\n<p>F\u00fcr mich der Tag der R\u00fcckreise. Im Ria weckt uns das klimpern des Geschirrs und ein feiner Duft von frischem Geb\u00e4ck steigt uns in die Nase. Zeit zum aufstehen. Das Fr\u00fchst\u00fcck nehmen wir auf dem Dachgarten ein. Wir d\u00fcrfen freundlicherweise das Gep\u00e4ck und die Fahrr\u00e4der im Massageraum des Hotels lassen und begeben uns ein letztes Mal in den Souq und den Djemma el fna um letzte Souvenirs einzukaufen und uns nochmals mit einer Tajine verw\u00f6hnen zu lassen. Mittlerweile bewegen wir uns etwas selbstsicherer durch die Medina und kennen bereits die Tricks der Verk\u00e4ufer. Umso mehr Spass macht das Handeln mit ihnen. Leider gibt es auch hier in Marrakesh ganz aufdringliche H\u00e4ndler. Im Algemeinen sind die Leute aber \u00e4usserst hilfsbereit und ehrlich.<\/p>\n<p>Toms Felge sieht schlecht aus unter der Gep\u00e4cklast zum Flughafen. Sie h\u00e4lt aber bis zum letzten Meter. Erstaunlicherweise sind meine deponierten Kartons immer noch beim Parking des Flughafens aufbewahrt. Das gibt f\u00fcr den Parkw\u00e4chter nochmals eine Toblerone als Dank. Zur Sicherheit werden bei einem Chauffeur eines Getr\u00e4nkelasgwagens weitere Kartons beschafft. Dieser erfreut sich \u00fcber eine gebrauchte Sonnenbrille von Tom.<\/p>\n<p>Die Zeltstangen im Handgep\u00e4ck erwecken den Eindruck einer Langwaffe und ich darf eine Auslegeordnung an der Sicherheitskontrolle veranstalten. Dabei wird aus Sicherheitsgr\u00fcnden das Ducttape beschlagnahmt nicht das ich w\u00e4hrend des Fluges noch jemand in meine Gewalt bringe. P\u00fcnktlich startet der Flieger Richtung Basel. Mit dem letzten Zug treffe ich gegen 01:30 Uhr im Hauptbahnhof Z\u00fcrich ein. Ein halbe Stunde sp\u00e4ter ist das Rad wieder zusammengebaut und ich nehme die letzten Meter meiner Reise unter die R\u00e4der in Gedanken immer noch im Orient.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Trans Atlas\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ZG0bwbZWLn8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":1995,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[47,111],"tags":[139,159],"class_list":["post-1964","post","type-post","status-publish","format-gallery","has-post-thumbnail","hentry","category-diverse-reisen","category-radreise-spanien","tag-afrika","tag-marokko","post_format-post-format-gallery"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSC_7131-e1487534592562.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1964","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1964"}],"version-history":[{"count":37,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1964\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7439,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1964\/revisions\/7439"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1964"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reisen.mibox.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}