Dushanbe bedeutet Montag. Heute ist Montag und wir sind zurück in Dushanbe.
Hier in Tadschikistan gilt das Gesetz des Stärkeren. So nehmen wir mit unseren Fahrrädern kurzerhand das Trottoir. Nun sind wir die Stärkeren.
Nachdem Hasä von einem Auto touchiert wurde und dem Tadschiken ein paar eidgenössische Schimpfworte beigebracht hatte, kauften wir Wasser in einem nicht plombierten Kanister. Geht natürlich nicht Leitungswasser zu trinken. Das Internet und GPS funktioniert mehr schlecht als recht. Ein Hotel zu finden ist schwierig trotz Google Übersetzer. Der Polizist in Wahdat hat gemeint hier gäbe es kein Hotel obwohl mehrere in Google Maps verzeichnet waren. Gefunden haben wir keines.
Nach ca. 30 Kilometern macht meine rechte Pedale auf einmal Probleme. Unmöglich den Pamir so zu befahren. Wir entschliessen uns kurzerhand zurück nach Dushanbe zu pedalieren um das Problem zu beheben. Wenige Kilometer vor dem Hostel brach die Pedale ganz aus der Kurbel. Schieben war angesagt.
Heute morgen hatten wir voll Vorfreude, die bereits gebuchte Nacht im Hostel storniert um keine Zeit zu verlieren. Hatten wir doch bereits das GBAO mit dem eVisum beantragt und mussten nicht wie alle Anderen aufs OVIR-Büro dieses zu beantragen.
Nun hat es aber im Green House keine Doppelzimmer mehr und wir dürfen im 10-Bett-Zimmer übernachten.
Roli ist so freundlich und fährt mich mit seinem Toyota Hilux durch den Anendverkehr die vier Kilometer, zum einzig ernst zu nehmenden Fahrradmechaniker in ganz Tadschikistan. Eigentlich ist er Zirkusartist, hat sich aber während der Pandemie, autodidaktisch zum Bikemech ausgebildet. Nun hat er alle Hände voll zu tun, und beliefert Kunden per Kurier sogar bis in den Pamir. Ein wirklich guter Mechaniker. Die erste Analyse war allerdings: „Big Problem.“ Nach etwas wühlen in ein paar Kartonkisten, passte dann aber doch noch eine Kurbel. Ich hatte unheimlich grosses Glück, denn das defekte Teil ist, passend zum Gates Kettenblatt, sehr selten zu bekommen.
Gott sei Dank, die Reise kann weitergehen.


