Beni – Sarangkot (Bustransfer)

Das fünf tägige Tihar Festival ist in vollem Gange. Gestern wurde die Krähe geehrt, heute der Hund, morgen die Kuh und übermorgen Bruder und Schwester.

Ausser dieser verf****** holprigen Strasse gibt es heute nicht viel zu berichten. Für die 70 Km brauchten wir geschlagene vier Stunden, inklusive Frühstückshalt. Nun sind wir in Sarangkot, ein Paradies für Paraglider. Hoch oben auf einem Hügel mit traumhafter Aussicht auf die Berge des Himalaya, Pokhara und den Phewa-See. Wir bekommen wieder ein ganz anderes Nepal zu Gesicht. Wir sind nun im Distrikt Kaski.

Der markante Machapuchare (Fischschwanz) 6997 m

Blick auf Pokhara und den Phewa-See

Über Geld spricht man bekanntlich nicht. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte darüber verlieren. Die Währung in Nepal ist die Rupie. Der Kurs ist zur Zeit:

Die Einfuhr wie Export der Währung ist verboten, das heisst, wir müssen Geld am ATM (Bankomat) beziehen oder eine Wechselstube aufsuchen. Der Bezug am Automaten gestaltet sich schwierig denn nur in Kathmandu und Pokhara ist es offenbar möglich Geld mit unseren Maestro Karten zu beziehen. Gestern versuchten wir auf jeden Fall in Beni erfolglos Geld zu beziehen. Nur mit einer VISA-Kreditkarte hat es einmal funktioniert. Beim letzten Geldwechsel war der Wechselkurs zudem schlecht. So hoffen wir auf morgen in Pokhara oder übermorgen in Kathmandu nochmals Geld beziehen zu können.

Die Preise sind sehr unterschiedlich. Ein Dal Bhat zum Beispiel kostet in der Regel etwa 350 Rupien, einen halben Liter Bier zum Vergleich 450 Rupien. Die Übernachtung in einem Guesthouse pro Person ca. 1000 Rupien, der Liter Treibstoff 115 Rupien. Für einen guten Cappuccino aus einer Siebträgermaschine in Muktinath, dazu einen Apfelkuchen bezahlten wir fast gleich viel wie in der Schweiz. Einen köstlichen Masalatee gibt es bereits ab 60 Rupien.

Sarangkot nennt sich auch ein Ausichtspunkt hoch über Pokhara. Eine halbe Stunde Fussmarsch auf den Gipfel und 50 Rupien Eintritt nehmen wir gerne in Kauf für einen schönen Sonnenuntergang im Angesicht von Machapuchare, Dhaulagiri und Annapurna.

Nicht selten fällt der Strom aus in Nepal. So auch heute Abend. Dafür kommen wir in den Genuss eines Candellight Dinners. Das Chicken Biriyani schmeckt umso besser.

Ein Schlummertrunk in Ehren kann niemand verwehren sagen wir uns und machen uns auf den Weg nach Sarangkot City. Das Dorf besteht vielleicht aus zehn Häusern. Die Auswahl an Möglichkeiten für ein Bier hält sich dadurch natürlich in Grenzen. In unserem Guesthouse gibt es nur Tuborg Bier welches wir wie auch San Miguel strikte verweigern. Ein Bier von hier soll es sein. In einer kleinen Hütte mit Wellblechdach fragen wir nach einem lokalem Gerstensaft. Eine der beiden Damen schöpft aus einem Plastikeimer eine glasklare Flüssigkeit in drei grosse Trinkgläser, drückt diese uns in die Hand und meint: „Nepal Whiskey“ – Buh!!! Das erinnert mich stark an den Banana-Gin aus Uganda. Wir lassen uns nichts anmerken und trinken brav das selbstgebrannte Gebräu. Das Erlebnis war es auf jeden Fall wert.

Guhute Nahacht.., hicks!

2 Antworten auf „Beni – Sarangkot (Bustransfer)“

  1. Na ja, wenn halt der landesübliche Tee nicht gut genug ist….
    Wie wird denn in Nepal gefeiert, gibts spezielles Essen, Feuerwerk oder so?

    1. Naja, es ist wie etwas Halloween und Weihnachten zusammen. Die Häuser werden mit Lichterketten geschmückt. Vor den Hauseingängen erstellen sie mit farbigem Pulver wunderschöne Muster (Manala). Kinder rennen von Hauseingang zu Hauseingang und singen. Statt Süsses verlangen sie Geld.

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