Meri Kirihimete

„Alcohol Test“, meint der freundliche Polizist, und strekt mir das Atemlufttestgerät ins Gesicht. Weit und Breit kein Röhrchen zum reinblasen. Nach zehn Sekunden darf ich weiter fahren. Wars das schon? Das Gerät hat auf jeden Fall kurz grün aufgeleuchtet.

Die Polizeikontrolle fand nur wenige hundert Meter vor unserem Tagesziel in Stratford statt. Auf dem Campingplatz meint die Dame an der Reception „you have luck“ denn es ist gerade noch ein Platz für uns übrig. Das Zelt ist noch nicht fertig aufgestellt, stellen sich Erica und Marco uns vor, unsere Nachbarn auf dem Platz. Sie sind echte Kiwis und sind fünf Stunden mit dem Auto angereist für die Royal A&P Show ( The Royal Agricultural & Pastoral Show of New Zealand) die dieses Wochenende hier stattfindet. Schafe schären, Holz hacken, Gewichte heben, Rinder prämieren und Landmachienen vorführen. Jetzt geht uns ein Licht auf. Die strenge Verkehrskontrolle und der ausgebuchte Campingplatz sind kein Zufall. Hier läuft etwas!

Wegen eines gesperrten Highways müssen wir aber morgens erst einmal einen Umweg über Masterton nehmen. Dies nehmen wir zum Anlass, das Schaf-Schär Museum, zu besuchen. Sehr interessant wie viele verschiedene Schafe hier in NZ gezüchtet werden und was es alles braucht bis ich mein Merino-Shirt anziehen kann.

Als wir nach dem Museumsbesuch zu unserem Mietwagen zurückgekehren möchten, ist die Strasse gesperrt und hunderte von Zuschauer säumen die Strasse. Was ist hier los? Fragen kostet nichts! Eine Christmas Parade. Somit verzögert sich unsere Weiterfahrt Richtung Norden um eine weitere Stunde. Kein Problem, wir haben Ferien und genau so ungeplant wollen wir Reisen.
Meri Kirihimete – Frohe Weihnachten!

In anderen Ländern ruft der Muezin vom Minarett. Hier spielt das Glockenspiel Romeo & Julia

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