Maja

«Als ich nach Hause fuhr, habe ich sie mitgebracht. Sie ist mir immer auf den Fersen gefolgt und hat nichts anderes beachtet. Sogar am Biertrinkken nahm sie teil. Jeden Tag trank sie einen halben Liter Bier auf einer anständigen, ordentlichen Weise. Dann kamen aber die Polizisten zu mir hinüber und gaben mir den Befehl, Maja zu fesseln. Die Pferde hatten sich aufgebäumt und sind durchgegangen jedes Mal sie sie sahen. Ein Baron aus Belgien hat aber Maja für 300 Kronen gekauft. Er musste aber schwören, dass Maja nie ein Zirkusbär würde.»

So steht es zumindest an Henry Rudi‘s Platz im ältesten Pun der Stadt geschrieben. Eine schrecklich schöne Geschichte, wenn man bedenkt, dass Rudi 713 Artgenossen von Maja auf dem gewissen hat. Als erfolgreichster Eisbärenjäger erlegte er in einem Winter 150 Bären. Insgesamt 28 Überwinterungen in Grönland und Svalbard hat Rudi hinter sich.

Nun sitzen wir selber in den Ølhallen an Rudi‘s Platz und genehmigen uns ebenfalls ein Bier. Ob zu Rudi‘s Zeiten das Bier auch so teuer war?

Auf jeden Fall gibt es im Polarmuseum viele interessante Geschichten zur der Zeit der Polarexpeditionen mit Amundsen und seinen Kollegen welche nach 1800 in der Arktis überwinterten. Das Leben muss hart gewesen sein vor der Klimaerwärmung. Was geblieben ist, ist der proteinreiche getrocknete Fisch als Nahrung hier. Selbstverständlich gönne ich mir einen solchen Snack, welcher wunderbar zum Arktischen Bier passt. Nicht alle teilen diese Meinung 😉

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