Festsitzen im Sand

Heute war für die Familie sehr früh Tagwache. Schliesslich wollen wir den Sonnenaufgang in der Wüste auf keinen Fall verpassen.

So klingelt der Wecker bereits um 05.30 Uhr. Salim unser Guide liegt immer noch eingewickelt in einer Decke neben seinem Jeep. Die Bedus erwachen mit den ersten Sonnenstrahlen. Wir kochen uns vor Aufbruch der Weiterreise einen Tee. Während dieser Zeit soll auch unser Zelt noch in der Sonne trocknen denn es war, wegen der Nähe zum arabischen Meer, sehr Feucht in der Nacht. Fabian spielt mit den Bedu Jungen noch eine Partie Fussball während sich die Girls mit Zeichnungen im Wüstensand verständigen. Noch einmal werden wir ins Beduinenzelt eingeladen. Anschliessend gehts weiter Richtung Küste. Selina und Fabian erhalten ihre ersten Fahrstunden und das mit einem Geländewagen mit V8 Motor! Sie haben sichtlich Spass daran über die Sandpiste zu brettern. Wir verabschieden uns von unserem Guide Salim und geben ihm als Dank ein Schweizer Taschenmesser und Kühlwasser für seinen Jeep mit auf die Rückreise.
Voller Freude das Sandfahren nun erlernt zu haben, verlassen wir nach wenigen Kilometern die asphaltierte Strasse um ein Familienfoto in der Wüste zu schiessen. Prompt bleiben wir unweit der Strasse im Sand stecken. Es wird geschaufelt und geschaufelt doch das Auto liegt bereits mit dem Unterboden auf dem Sand auf. Es dauert nicht lange eilt Hilfe herbei. Ein Omani zusammen mit einem Greis (104 Lebensjahre) wollen uns behilflich sein. Sofort bildet sich eine Schar von insgesammt 14 Einheimischen um unser Fahrzeug. Mit vereinten Kräften und vielen gutgemeinten Tipps kommen wir wieder frei. Eigentlich gebührt der Dank den Männern doch sie übernehmen auch noch die Kosten für das wieder aufpumpen der Reifen und laden uns sogar zu sich in ihre Behausung ein. Ganz wie es bei Muslimen üblich ist in getrennten Zelten. Fabian und ich im Männerzelt, der Rest der Familie unterhält sich mit den Frauen. Im Gegensatz zu den Männern sprechen die Bedu Frauen kein Word Englisch. Am Lachen an will die Verständigung trotzdem klappen. Einer der Gastgeber ist Fischer und will uns zum Fischen mitnehmen doch wir wollen noch rechtzeitig die Fähre auf die Insel Masirah erreichen. Zum Abschied gibts nochmals Fun. Der Fischer fährt uns mit unserem Wagen in rasantem Tempo der Beach entlang. Bereits kommen Wieder die Erinnerungen ans Festsitzen hoch. Doch die Bedus haben mehr Erfahrung im Sand und wir erreichen ohne weitere Probleme die Strasse nach Shana.
Die Fähre bringt uns nach Masirah wo wir ein weiteres Mal die Zelte aufschlagen. Diesmal direkt am Strand. Nach einem Bad im Meer kochen wir bei Sonnenuntergang auf unserem Kocher das Nachtessen. Gesättigt von den vielen Eindrücken schlafen wir müde ein.

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