Ich gebe meinen Senf dazu

Es muss nicht immer eine Metropole wie Paris sein. Es genügt auch einmal das Zentrum der Kulinarik zu besuchen. Nicht einmal drei Stunden mit dem Zug und man ist in Dijon.

An was denkt man wenn man Dijon hört? In erster Linie natürlich an den scharfen Senf oder an Cassis. Dijon bietet aber noch viel mehr. Als Zentrum der Bourgogne bieten die Markthallen einen Überblick über das Terroir rund um Dijon. Natürlich darf eine Radtour durch die Rebberge des Burgunds mit Degustation der Traubensäfte nicht fehlen. Dies bei herrlichem Herbstwetter und angenehmen Temperaturen. Was will man mehr. Der Tag beginnt mit einem Kaffee und einem Pain au chocolat gefolgt von einem Ricard in den Markthallen. Bald ist es Zeit für ein Craftbeer in einer Brasserie in den belebten Gassen. Zum Glück ist unsere, einfache aber schmuck eingerichtete, Unterkunft nur einen Steinwurf von der Eglise Saint Michel entfernt. So können wir zwischendurch die Einkäufe abladen und uns der Witterung angepasst umziehen denn unser Aufenthalt bleibt nicht ganz vom Regen verschont. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel ist es Zeit für einen Kir einem Mischgetränk aus Weisswein und einem Schuss Crème de Cassis. Ein ehemaliger Bürgermeister von Dijon machte das bei den Weinbauern in der Region beliebte Getränk Blanc-Cassis zum offiziellen Getränk der Region. Dies regt den Apetit an für weitere Spezialitäten der Bourgogne wie Escargots und Boeuf bourgignon begleitet durch einen regionalen Wein. Obwohl ich bereits mehrmals selber Senf hergestellt habe wollen wir uns nicht entgehen lassen unseren eingenen Dijon Senf in einem Workshop herzustellen. Die Zutaten sind einfach: Braune Senfsaat, Verjus (Traubenmost), Salz, etwas Habdarbeit mit dem Mörser und viel Zeit. In ein paar Tagen ist der Senf geniessbar.
Das verlängerte Wochenende nach Dijon hat sich mehr als gelohnt. Wir kommen wieder.

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