Kurpatcha

Der Bützer-Song von Gölä geht mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf: „Ha geng ä chli Stoub uf dr Lunge, Chli Dräk uf dr Zunge“.

So sind wir froh, dass wir ein Homestay mit Dusche finden und uns und unsere verstaubten Klamotten waschen können.

Ohne Nachtessen gestern Abend und Frühstück heute Morgen ging es los. Wir waren skeptisch, was die hygienischen Verhältnisse der Küche anbelangt. Zudem war ich gestern so auf „Tüte“, dass ich nicht essen mochte. Dies war auch der Grund, warum es gestern keinen Blog Eintrag gab.

Am Anfang mussten wir uns heute mit Snickers und Cola und trockenen Keksen begnügen, bis zur Einladung zum чой – coj (Tee). Ein freundlicher Tadschike wies uns einen Platz zu in seiner Kurpatcha zu. Zum Tee gab’s diverse Süssigkeiten und frische Tomaten aus dem eigenen Garten.

zumindest bis zur Mittagsrast. Dann gibt es jeweils Suppe mit Fleischeinlage. Eine Schweizerin, welche mit einer Reisegruppe unterwegs ist, riet vom Essen hier ab, sie haben extra einen usbekischen Koch mit dabei. Wir treffen täglich auf Radfahrer, welche pausieren mussten wegen einer Magenverstimmung. 

Am frühen Nachmittag gab es für mich nach dem Essen  ein kleines Nickerchen auf einem der Kurpatchas. Das sind dicke, handgefertigte Rollmatratzen oder gesteppte Decken, die in hier als Sitzgelegenheit zum Essen oder zum Schlafen genutzt werden. Auch die LKW-Fahrer tun das. Tut das gut!

Die Unterkunft heute ist vier Sterne im Vergleich zu gestern. War es gestern eine einfache Absteige für LKW-Fahrer, ist dies schon fast ein Hotel. Frisch geduscht und gut genährt, werden wir werden bestimmt gut schlafen. 

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