Über die letzten hohen Pässe geht es 3 Km abwärts Richtung Osch. Natürlich nicht distanzmässig sondern 3000 Höhenmeter abwärts entlang dem Gulcha River und durch das Alai Tal.
Das erste Mal seit drei Wochen sind wir wieder unter 3000 m.ü.M.
Interessant, hier gibt es sogar einen Skilift und einen Sessellift. Das Skigebiet ist aber sehr überschaubar. Der Tanzboden ist wesentlich grösser.
Osch
Der Jayma-Basar in Osh am Fluss wurde während eines Hochwassers 2024 schwer verwüstet und musste deswegen an den Stadtrand umziehen.
Sechs Kilometer zu Fuss ist uns dann doch zu weit. Wir fahren zu dritt für 300 Som (2.75 Fr.) mit einem Uber ähnlichern Taxi zum neuen Basar von Osh. Hasä musste mehrmals über seinen Schatten springen, schlug sich aber tapfer, probierte sogar Ayran und Erdnüsse mit Sesam umhüllt. Eine ganz neue Erfahrung.






Ein Besuch beim Barber ist überfällig.
Auch eine Erfahrung wert war der Rückweg vom Basar nach Osh Zentrum mit Bus und Marschrutka (Sammeltaxi) weil der Fahrdienst-Fahrer nicht wie abgemacht zum vereinbarten Ort erschien. Drei mal mussten wir das Verkehrsmittel wechseln. Nun haben wir das System der Marschrutkas begriffen. Es gibt sehr wohl einen Streckenplan, welcher aber nicht im Internet öffnentlich ersichtlich ist. So quetschen wir uns für die letzten Kilometer für 20 Som pro Person (18 Rappen) in einen bereits mit 20 Personen besetzten Mercedes Sprinter und hoffen, dass der Fahrer nicht wieder bei der nächsten Verzweigung abbiegt. Eine lehrreiche Erfahrung.
Die Kirgiesen sind zurückhaltend freundlich, nicht aufdringlich aber jeweils interessiert woher wir kommen. Es ist ein sehr ruhiges Volk. Im Basar wird nicht gefeilscht und nicht wie in anderen muslimischen Ländern, lautstark um Kunden geworben. Auch den Muezin hört man selten vom Minarett rufen.
Umgekehrt ist es uns passiert, dass wir gebeten wurden, etwas leiser zu sein, als wir uns vielleicht etwas zu laut mit einem anderen Reiseradler unterhalten hatten. Von nun an passen wir uns an.
Oschs bekanntester Ort ist der Sulajman Too, ein markantes Felsmassiv inmitten der Stadt. Seine nachgewiesene historische und religiöse Bedeutung brachte Kirgistan 2009 den ersten Eintrag ins UNESCO-Weltkulturerbe.
Im Persischen wird der Pilgerberg Tacht i Sulajman (Thron des Salomon) genannt. Kirgisen und Usbeken bezeichnen ihn als „Sulajman Tasch“ (Fels des Sulajman) oder „Sulajman Too“ (Berg des Sulajman) oder bei uns zu Hause einfach „Salomonstempel“.









