Heute ging es auf den höchsten Punkt unserer Reise, über den Ak Baital Pass (Арбаи Хушанг) 4655 m.ü.M.
Da sich heute morgen jemand über Atembeschwerden in der Nacht beklagte, wurde zuerst eine Apotheke in Murgab aufgesucht. Zum Glück gibt es hier jeweils das nötige Medikament für so manche Beschwerden. War es zuletzt Imodium, ist es jetzt Diamox. Wir sind froh, müssen wir den Anstieg zum Pass nicht selbst bewältigen und können weiter mit Roli reisen. Der Ruhetag in Murgab hat gut getan um Kleinigkeiten zu erledigen und sich mit anderen Reisenden auszutauschen. Zudem war die Unterkunft, im familiären Homestay, top.
Ein Schweiz-/Deutsches Paar, das wir bereits in Dushanbe getroffen haben, logiert in der selben Unterkunft wie wir. Solche Begegnungen sind sehr bereichernd. Wir haben gemerkt, das unsere Reise nicht nur aus Kilometer bolzen auf dem Fahrrad besteht, sondern wir uns treiben lassen und spontan entscheiden, wie die Reise weitergehen soll. So treffen wir am Morgen auch wieder auf den Luzerner Stefan, welcher gerade das Katerfrühstück an einem schönen Campingplatz zubereitet. Die Engländer im ausgebauten Truck nebenan, schlafen noch. Sie hatten letzte Nacht noch Besuch von den Grenzbeamten. Offenbar blieb es nicht bei einem Vodka.
Wir sind nun sehr nahe an der Grenze zu China und der vorgelagerte Grenzzaun ist zum greifen nah.
Am Karakul See schlagen wir zum zweiten Mal unsere Zelte auf. Gekocht wird wieder frisches Gemüse vom Markt und Reis. Es schmeckt hervorragend. Der Tacticalfood zum Mittagessen ist mir nicht so bekommen.

